Wie wird die Luftdichtheit der Gebäudehülle ermittelt?

Angefragt und beantwortet von Uwe Munz am 13.01.2016 17:41

Wie wird die Luftdichtheit der Gebäudehülle ermittelt?

Bei der Überprüfung der Luftdichtheit muß die Frage beantwortet werden, ob die Gebäudehülle einer Infiltration durch den natürlichen Windanfall standhält. Bei der Luftdichtheitsprüfung wird daher die Windbelastung simuliert. Die Druckdifferenz baut ein elektronisch geregeltes, kalibriertes Gebläse auf, welches in eine Tür- oder Fensteröffnung eingesetzt wird.

Ein Maß für die Luftdurchlässigkeit erhält man dadurch, daß der Luftstrom durch das Gebläse gleich groß ist wie die, durch Undichten des Gebäudes, nachströmende Luftmenge. Diese international genormte Vorgehensweise ist als das Blower-Door-Verfahren bekannt.

Bezieht man den Volumenstrom bei festgelegten, definierten Druckdifferenzen auf das jeweilige Gebäudeinnenvolumen, so erhält man die Luftdurchlässigkeit als Quotient aus Gebläseförder- und Gebäudevolumen.

Die DIN 4108-7 qualifiziert diese Gebäudekennziffer als sogenannten n50-Wert bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (Pa).

Der n50-Wert darf bei Gebäuden mit ablufttechnischen Einrichtungen 1,5h-1 und bei Gebäuden ohne ablufttechnischen Einrichtungen 3h-1 nicht überschreiten.

Diese FAQ wurde gefunden auf Ingenieurbüro Meyer-Olbersleben, Ihr Haus-Doktor aus Lüneburg : http://www.haus-doktor.com/modules/smartfaq/faq.php?location_id=0&faqid=2